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22.12.2010
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10.Zentrale
Heimattreffen des „Kirchspiels
Weigelsdorf“ mit 770-Jahr-Feier und polnischer Beteiligung am 25.
September 2004 in Glandorf.
Die
Heimatfreunde des „Kirchspiels Weigelsdorf“ b. Münsterberg trafen
sich am 25. Sept.2004 in ihrer Patengemeinde
Glandorf , im südlichen Landkreis Osnabrück, zu ihrem 10. Zentralen
Heimattreffen seit 1986. In dieses Treffen mit einbezogen wurde eine
Feierstunde zum 770-jährigen Bestehen der Gemeinde Weigelsdorf und
somit auch des Kirchspiels Weigelsdorf mit den Ortschaften Ober-und
Niederkunzendorf, Weigelsdorf, Münchhof, Schönharte, Tschammerhof
und Eichau b. Münsterberg. (s.auch Bericht im Münsterberger
Stadt-Blatt Nr. 7/2004.)
Eine Überraschung für die meisten
Teilnehmer des Heimattreffens war wohl die Anwesenheit des
polnischen Pfarrers von Wigancice / Weigelsdorf, Herrn
Wieslaw Wojcik, und den Ortsvorstehern von Kalinowice-Grn. /
Oberkunzendorf und Kalinowice-Dln. / Niederkunzendorf, die von einer
Dolmetscherin begleitet wurden. Der Ortsvorsteher von Weigelsdorf,
Herr Kotodiej, konnte wegen Schwierigkeiten bei der
Reisepass-Beschaffung an diesem Besuch leider nicht
teilnehmen.
Zur allgemeinen Information sei erwähnt, daß die
Weigelsdorfer bei ihren, fast jährlich stattfindenden Reisen in ihre
alte Heimat, 1991 den Pfarrer Jan Kwidzinski kennenlernten, der
bei den Besuchen dann immer einen deutsch/polnischen Gottesdienst
abhielt. Er wurde nun Anfang 2003 in den Ruhestand versetzt, und
Pfarrer Wieslaw Wojcik ist sein Nachfolger. Dessen Bestreben von
vornherein war, das gute Verhältnis mit den deutschen Besuchern
fortzuführen, und bei der Reise Ende August 2003 lernte man sich
persönlich kennen. Auch Pfarrer Wieslaw Wojcik hielt einen
deutsch/polnischen Gottesdienst ab, und seine Predigt von der Kanzel
wurde von einer Dolmetscherin sofort übersetzt. Im Anschluß an die
Messe hatte er die gesamte deutsche Reisegruppe und die polnische
Bevölkerung zu einem „Freundschaftstreffen“ auf den Weigelsdorfer
Pfarrhof geladen, was von allen Seiten gern angenommen
wurde. Die Kirche zu
Weigelsdorf ist dem hl. Bartholomäus geweiht,dessen Namenstag
der 24. August ist.
Ein Patronatsfest in dem Sinne gab es
bisher nicht, und eben ein solches hat Pfarrer Wieslaw Wojcik nunmehr ins Leben gerufen. Es fand am Sonntag, dem 22. August d.J.
statt, und auch der Heimatausschuß Kirchspiel Weigelsdorf erhielt
eine Einladung. Eine Busreise konnte leider nicht mehr organisiert
werden, da im Juli d.J. eine Polenreise nach Danzig und Masuren
stattgefunden hatte. Mit einem privaten Kleinbus unternahmen 7
Ausschußmitglieder die Reise nach Weigelsdorf, sodaß immerhin eine
Abordnung der ehemals deutschen Bewohner anwesend war, über die sich
Pfarrer Wieslaw Wojcik besonders freute. Es war erstaunlich, welch
großen Anklang dieses erste Patronatsfest bei der Bevölkerung fand,
und sicherlich zukünftig auch finden wird. Während des Hochamtes war
die Kirche übervoll, und an der anschließenden Prozession nahmen
hunderte von Gläubigen teil, gemeinsam mit acht Pfarrern aus den
Nachbargemeinden. Vor dem Aufgang zur Kirche und auf der Schulwiese
waren Buden und große Schirme mit Tischen und Bänken aufgestellt,
und bei Live-Musik ging das Fest weiter bis in die Abendstunden. Das
polnische Fernsehen war auch wieder mit einem Kamera-Team anwesend,
und die Aufzeichnungen wurden noch am gleichen Abend vom Sender
Breslau ausgestrahlt.
Am Tag vor der Rückreise
hatten die deutschen Besucher noch eine Unterredung mit Pfarrer
Wojcik auf dem Pfarrhof und auf dem Kirchhof, und es ging
vornehmlich um eine „ Gedenktafel für alle, denen das Kirchspiel
Weigelsdorf bis 1946 Heimat war, die hier lebten und starben, oder
in fremder Erde ruhen“. Diese Tafel soll an einem Kreuz an der
Südseite der Kirche erstellt werden und die Kosten übernimmt die
Gemeinde Wigancice. Die Einweihung wird im nächsten Jahr in
Verbindung mit demPatronatsfest erfolgen. Nach diesen Gesprächen
wurde Herrn Pfarrer Wojcik von unserem Leiter der Abordnung, Klaus
Klimek, die Frage gestellt, ob er bei einer Einladung zu
unserem Heimattreffen und der 770-Jahr-Feier am 25.09.2004 in
Glandorf, die wir hiermit überbringen, kommen wird? Ohne lange zu
überlegen war seine Antwort: „Ja, gerne“! Die Beteiligung der
Ortsvorsteher an dieser Reise konnte erst später abgeklärt
werden.
Soweit die Vorgeschichte zu dem Besuch
einer polnischen Delegation aus Wigancice/Weigelsdorf bei dem 10.
Zentralen Heimattreffen des „Kirchspiels Weigelsdorf“ in Glandorf,
im Landkreis Osnabrück.
Das Heimattreffen nun begann um 10.00 Uhr mit
einem Festgottesdienst in der kath. Pfarrkirche „St. Johannis“
in Glandorf, und Pfarrer Gerhard Stenzaly versuchte seinen
polnischen Amtsbruder in die Messfeier am Altar möglichst mit
einzubeziehen. Der Erlös der abgehaltenen Kollekte war für die
Renovierung der Weigelsdorfer Kirche bestimmt. Das Hochamt endete
wie immer mit dem schlesischen Marienlied "Über die Berge
schallt,...“. Danach anschließend folgten einige Gedenkminuten für
die Gefallenen, Verstorbenen und Vermißten des Kirchspiels
Weigelsdorf an der „Gedenktafel über die Vertreibung 1946“,
auf dem Glandorfer Thie. Nach einem kurzen Gebet segnete Pfarrer
Wojcik die hier versammelten Teilnehmer des Treffens. Ein
denkwürdiger Moment!
Im schön geschmückten Saal des
Tagungslokals „Alex Herbermann“ folgte nach dem Mittagessen nun um
14.00 Uhr die Feierstunde, zu der Vorstandssprecher Klaus
Klimek an die 90 Teilnehmer begrüßen konnte. Eine erfreuliche
Steigerung der Besucherzahl gegenüber dem letzten Treffen vor zwei
Jahren. Nochmals begrüßte er die polnischen Gäste aus Wigancice mit
einem herzlichen „Willkommen“, und erinnerte gleichzeitig daran, daß
es vor noch nicht allzu langer Zeit unmöglich war, daß Gäste aus
Wigancice am Heimattreffen der „Weigelsdorfer“ in Glandorf hätten
teilnehmen können. Als Vertretung der Patengemeinde Glandorf waren
die stellv. Bürgermeisterin Frau Irmgard Hälker, Herr
Gemeindedirektor Hubert Schlotmann und Herr MdL Martin Bäumer
anwesend. In ihrem Grußwort zeigte sich die stellv.
Bürgermeisterin auch hocherfreut über den Besuch der polnischen
Gäste aus Wigancice/Weigelsdorf in Glandorf, und sie brachte zum
Ausdruck, daß die „Weigelsdorfer“ mit ihren bisherigen 13 Busreisen
in ihre alte Heimat seit 1991 und den jährlich stattfindenden
Heimattreffen, auch bereits einen erheblichen Beitrag zur
Völkerverständigung geleistet haben.
Es folgte nun eine kurze
Rede von Pfarrer Wojcik, die von der Dolmetscherin Dana Wencel aus
Katowice sofort übersetzt wurde. Er bedankte sich zuerst nochmals
für die Teilnahme der Abordnung des Heimatausschusses an dem ersten
Patronatsfest in Wigancice, und für die Einladung zu diesem
Heimattreffen hier in Glandorf, dem sich seine Mitreisenden
anschließen. Sie sind alle sehr bewegt, daß ihnen die Möglichkeit zu
dieser Zusammenkunft gegeben wurde. Alle Anwesenden und ihre
Angehörigen lud er recht herzlich ein, Weigelsdorf / Wigancice auch
bald zu besuchen, und er versicherte, daß er und die übrige
Bevölkerung von Wigancice die Besucher mit offenen Armen und
Herzen empfangen werden, und hier pflichteten ihm die beiden
Ortsvorsteher lebhaft bei. Durch die gemeinsame Mitgliedschaft in
der EU mögen ja Schranken gefallen und Einschränkungen aufgehoben
sein, wechselseitiges Verständnis, Vertrauen und Menschlichkeit
müsse aber von unten her wachsen. Seine Worte wurden mit großem
Beifall bedacht.
Ausschußsprecher Klaus Klimek hielt nun
ein Referat zum Thema: „770 Jahre Weigelsdorf“, dem vornehmlich
Aufzeichnungen von Pfarrer Alfons Gloger aus dem Jahre 1934 zugrunde
lagen, sowie gesammelte Berichte über die Kirche und die namentlich
bekannten Pfarrer von Weigelsdorf seit 1376 bis zum letzten
deutschen Pfarrer und Erzpriester Alfons Gloger, der 1954 in
Braunschweig verstarb.
In
der nun folgenden Heimatversammlung war der wichtigste Punkt die
Neuwahl des Heimatausschusses. Wahlleiter Rolf Voigt konnte dem
Heimatausschuß Entlastung erteilen, und bei der Neuwahl wurden
alle Ausschußmitglieder in ihren Ämtern bestätigt, bis
auf Gisela Suplitt, geb. Schubert, die als neues Mitglied in den
Ausschuß gewählt wurde. Zum Abschluß des Treffen gab
die achtköpfige Glandorfer „Kathastrophen-Band“ aus
ihrem Repertoire wieder einige schmissige Weisen zumbesten.
Beim Auseinandergehen war man allgemein der Meinung: „ Es war wieder ein gelungenes
Heimattreffen“!
(M.
Klemenz, Glandorf – Eigenbericht)
* * * * * * * 11.Zentraltreffen des "Kirchspiels-Weigelsdorf" in der Patengemeinde Glandorf am 02. September 2006 - Polnischer Chor sagt Teilnahme ab.
Dieses Heimattreffen war ein "Jubiläums-Treffen"
in doppelter Bedeutung. Zum einen fand nach der Gründung des
Heimatausschusses "Kirchspiel Weigelsdorf" am 27.28. September 1986,
also vor 20 Jahren, das erste zentrale Heimattreffen des
"Kirchspiels Weigelsdorf" statt , und gleichzeitig übernahm die
Gemeinde Glandorf Krs. Osnabrück bei diesem Treffen die
Patenschaft für die 1946 vertriebenen Bewohner aus dem "Kirchspiel
Weigelsdorf" b. Münsterberg/Schlesien, die vornehmlich in
Glandorf und im Landkreis Osnabrück, sowie im Großraum
Braunschweig/Seesen eine neue Heimat gefunden haben.
* * *
Das Heimattreffen begann um 10.00 Uhr an
der Gedenktafel für die Vertreibung1946 auf dem Glandorfer
"Thie". Nach einigen Gedenkminuten erinnerte Ausschussmitglied
K. Klimek an die Vertreibung vor 60 Jahren. Hieran anschließend fand
der Festgottesdienst in der Kath. Pfarrkirche "St. Johannes"
in Glandorf mit Herrn Pfarrer Stenzaly und Pfarrer Wocjik aus
Wigancice/Weigelsdorf statt, der schon zum 2. Mal zu einem
Heimattreffen in Glandorf weilte.
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Bei diesem Gottesdienst hätte bereits der
Chor "Pax et Bonum" aus Tychy bei Katowice/Polen mitwirken sollen.
Dieser 30-köpfige, gemischte Chor hatte bei der Einweihung der
Totoen-Gedenktafel in Wigancice im August 2005 mitgewirkt, wo
man ihn kennen lernte. Von den Glandorfer Gesangvereinen erging dann
eine Einladung an diesen Chor zu einem gemeinsamen Chorkonzert in
der Glandorfer Kirche und einer Darbietung bei der Feierstunde
am 02. September 2006. Diese Einladung wurde von dem polnischen Chor
gern angenommen und der Termin auch bestätigt, und zur Auslastung
des Busses würden sich 20 Bewohner von Wigancice an der Reise
beteiligen. Alle Vorbereitungen und Planungen in organisatorischer
und finanzieller Hinsicht waren erfolgreich abgeschlossen, da
erhielten die deutschen Organisatoren mit Datum vom 20.08.2006 ein
Schreiben des Vorstandes des Chores "Pax et Bonum" mit dem Inhalt,
dass der Bersuch zu dem geplanten gemeinsamen Chorkonzert und
den Feierlichkeiten in Glandorf abgesagt werden müsste. Der
Grund für die Absage lautete sinngemäß: " Wir bedauern sehr, die in
der Presse verbreiteten Aussagen über die Ausstellung in
Berlin. (gemeint ist die Ausstellung "Flucht und Vertreibung
in Europa des 20. Jahrhunderts" in Berlin.) Aus diesem Grund sind
wir gezwungen, die geplanten Feierlichkeiten in Glandorf abzusagen.
Um nach den kritischen Aussagen unserer Regierung über Frau E.
Steinbach politische Verwicklungen zu vermeiden, können wir zu
keinem anderen Schluss kommen, als das Treffen
abzusagen." Aufgrund dieser Nachricht waren die deutschen
Partner natürlich schockiert. Die politischen Spannungen wegen
dieser Ausstellung zogen also so große Kreise, dass sie schließlich
auch Glandorf erreichten, und ein gemeinsames, deutsch - polnisches
Chorkonzert verhinderten.
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Erfreulich war die Tatsache, dass
sich Pfarrer Wojcik und die 20 polnischen Bekannten aus Wigancice
von der politischen Situation nicht beeinflussen ließen. In eigener
Initiative charterten sie einen Bus und kamen doch noch nach
Glandorf. Sie wurden alle als Gäste in Privatquartieren
untergebracht. Ihr Besuchsprogramm enthielt u.a. die Besichtigung
der Stadt Osnabrück mit Rathaus, Altstadt und Dom, ein gemeinsamer
Grillabend mit Glandorfer Bürgern, sowie natürlich die Teilnahme an
der Feierstunde am 02. September 2006.
Die
Feierstunde begann um 14.00 Uhr im schön geschmückten Saal des
Hotels "Alex Herbermann" , Glandorf, wo der Ausschusssprecher K.
Klimek ca. 80 Besucher begrüßen konnte. Als Ehrengäste waren
anwesend: Der Bürgermeister von Glandorf, Herr Herbert Borgmeyer,
Herr Pastor Gerhard Stenzaly, Herr MdL Martin Bäumer, Frau Irmgard
Hälker, stellv. Bürgermeisterin, Herr Jerzy Kaczmarek, polnischer
Vizekonsul in Hamburg, Herr Pfarrer Wieslaw Wojcik und Schwester
Borgia sowie weitere 19 Besucher aus Wigancice und Frau Prof.
Dana Wencel, aus Tychy/Polen.
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In seinem Grußwort brachte Pfarrer Stenzaly zum
Ausdruck, dass Friede und Versöhnung , auch bei politisch
verschiedenen Meinungen, immer Vorrang haben müssen. Der
Bürgermeister Herbert Borgmeyer äußerte in seinem Beitrg auch seine
Bestürzung über die Absage des Chors aus Tychy: Zitat: "Ich kann und
will nicht glauben, dass erwachsene Menschen in einem EU-Land Angst
davor haben müssen, zu einem europäischen Nachbarn zu fahren, um ein
Konzert zu geben." Der polnische Vizekonsul Jerzy Kaczmarek
bedauerte persönlich auch die Absage der Chorleitung. Er versuchte
die Gründe aber näher zu erklären und bat um Verständnis für diese
Entscheidung, mit welchem Erfolg, das sei dahingestellt.
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In dem nun folgenden
Referat ging Herr Klimek auf die Vertreibung vor 60 Jahren und
auf die danach besonders schwierigen, ersten Jahre ein, in denen
jeder mit sich selbst zu tun hatte, und Gemeinsamkeiten wie
Heimattreffen o.ä. noch kein Thema waren; bis auf Wallfahrten nach
Rulle, Telgte oder Werl. Aber das Leben ging weiter und nach dem die
Väter, Söhne und Brüder, die den Krieg überstanden hatten, auch
wieder bei Ihren Familien waren, entschlossen sich die ersten bald
zum Bau eines Eigenheimes, denn die Hoffnung auf eine Rückkehr nach
Weigelsdorf hatte man inzwischen aufgegeben. Es ist erstaunlich wie
schnell sich ein gutes Zusammenleben mit den Vertriebenen - trotz
anfänglichen Schwierigkeiten - entwickelte.Es wurde bald
"durcheinander geheiratet" und bei der folgenden Generation war die
Vertreibung schon Geschichte. Im Laufe der letzten Jahre, vor allem
nach der "Wende" 1989 waren schon viele der Vertriebenen wieder in
ihrer alten Heimat Weigelsdorf - aber als Touristen, und inzwischen
hat sich mit den heute dort lebenden , polnischen Bewohnern ein sehr
gutes, und freundschaftliches Verhältnis entwickelt, was der Besuch
der polnischen Reisegruppe aus Wigancice bekräftigte.
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Nun wurde der 20 Jahre bestehenden
Patenschaft mit der Gemeinde Glandorf gedacht. Besonders auf die
Initiative des damaligen Ausschußsprechers Rudolf Pelz hin, erklärte
sich der Rat der Gemeinde Glandorf 1986 bereit, eine Patenschaft zu
übernehmen. Es ist aber keine Pastenschaft wie man sie allgemein
zwischen einzelnen Städten kennt. In der
Patenschaftsurkunde heißt es: "Die Gemeinde Glandorf übernimmt die
Patenschaft für die 1946 Vertriebenen und deren Nachkommen aus dem
Kirchspiel Weigelsdorf b. Münsterberg, Krs. Frankenstein /
Schlesien. Bei dem 1. Zentralen Heimattreffen am 27./28. September
1986 wurde diese Patenschaft realisiert und durch einePatenschaftsurkunde besiegelt. Seit 1986 findet alle zwei Jahre ein
Zentrales Heimattreffen des Kirchspiel Weigelsdorf in Glandorf
statt. Diese Heimattreffen, die Anfangs von der Patengemeinde auch
finanziell unterstützt wurden
, förderten bis heute den Zusammenhalt
der noch lebenden "Zeitzeugen", denn bei dem ersten Treffen 1986
haben bestimmt die wenigsten Teilnehmer damit gerechnet, dass im
Jahre 2006 auch noch ein "Zentrales Heimattreffen" in Glandorf
stattfinden wird. Der Heimatausschuß "Kirchspiel Weigelsdorf"
hatte 2002 eine gegossene Gedenktafel zum Gedenken an die
Vertreibung 1946 erstellen lassen, und die Patengemeinde Glandorf
hatte keine Einwende, dass diese Gedenktafel an dem Findling auf dem
neugestalteten "Thie", dem Mittelpunkt von Glandorf, ihren Platz
bekam. Dies ist nur ein Beispiel für das gute Verhältnis zur
Patengemeinde , dass hoffentlich auch die nächsten zwanzig Jahre
überdauert.
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Zu Beginn der jetzt folgenden Heimatversammlung
stand das Totengedenken an die Verstorbenen der letzten beiden
Jahre. Danach folgte der Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des
Heimatausschusses; der Kassenbericht lag zur allgemeinen
Einsichtnahme aus.Der Versammlungsleiter R. Voigt beantragte
Entlastung des Heimatausschusses, die ohne Gegenstimme erteilt
wurde.Bei der Neuwahl des Heimatausschusses wurden alle bisherigen
Ausschussmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Zum Abschluß des
Treffen gab die Glandorfer "Kathastrophen-Band" aus ihrem Repertoire
wieder einige schmissige Weisen zum besten. Fazit für die meisten
Besucher: Es war wieder ein schönes und interessantes
Heimattreffen!
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Die Glandorfer Chöre haben sich von der Absage des
polnischen Chors "Pax et Bonum" auch nicht beeinflussen lassen
und das Chorkonzert fand am Abend in der Glandorfer Kirche wie
vorgesehen statt, und wurde von den Zahlreichen Besuchern mit großem
Beifall belohnt. Sogar die polnischen Gäste aus Wigancice
sangen spontan drei polnische Lieder; zur Freude der Zuhörer.
Nach einigen frohen Stunden in gemeinsamer Runde in der
"Bäckerbörse" musste Abschieid genommen weren, denn die polnischen
Besucher reisten am anderen Tag - mit kurzer Unterbrechung in
Braunschweig - wieder in ihre jetzige, und unsere ehemalige, Heimat
Wigancice / Weigelsdorf b. Münsterberg / Schlesien.
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. 25.11.
( M. Klemenz, Glandorf )
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