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10.Zentrale Heimattreffen des „Kirchspiels Weigelsdorf“ mit 770-Jahr-Feier und polnischer Beteiligung am 25. September 2004 in Glandorf.


Die Heimatfreunde des „Kirchspiels Weigelsdorf“ b. Münsterberg trafen sich am 25. Sept.2004 in    ihrer Patengemeinde Glandorf , im südlichen Landkreis Osnabrück, zu ihrem 10. Zentralen Heimattreffen seit 1986. In dieses Treffen mit einbezogen wurde eine Feierstunde zum 770-jährigen Bestehen der Gemeinde Weigelsdorf und somit auch des Kirchspiels Weigelsdorf mit den Ortschaften Ober-und Niederkunzendorf, Weigelsdorf, Münchhof, Schönharte, Tschammerhof und Eichau b. Münsterberg. (s.auch Bericht im Münsterberger Stadt-Blatt Nr. 7/2004.) 

Eine Überraschung für die meisten Teilnehmer des Heimattreffens war wohl die Anwesenheit des polnischen Pfarrers von Wigancice / Weigelsdorf, Herrn Wieslaw Wojcik, und den Ortsvorstehern von Kalinowice-Grn. / Oberkunzendorf und Kalinowice-Dln. / Niederkunzendorf, die von einer Dolmetscherin begleitet wurden. Der Ortsvorsteher von Weigelsdorf, Herr Kotodiej, konnte wegen Schwierigkeiten bei der Reisepass-Beschaffung an diesem Besuch leider nicht teilnehmen.           

Zur allgemeinen Information sei erwähnt, daß die Weigelsdorfer bei ihren, fast jährlich stattfindenden Reisen in ihre alte Heimat, 1991 den Pfarrer Jan Kwidzinski kennenlernten, der bei den Besuchen dann immer einen deutsch/polnischen Gottesdienst abhielt. Er wurde nun Anfang 2003 in den Ruhestand versetzt, und Pfarrer Wieslaw Wojcik ist sein Nachfolger. Dessen Bestreben von vornherein war, das gute Verhältnis mit den deutschen Besuchern fortzuführen, und bei der Reise Ende August 2003 lernte man sich persönlich kennen. Auch Pfarrer Wieslaw Wojcik hielt einen deutsch/polnischen Gottesdienst ab, und seine Predigt von der Kanzel wurde von einer Dolmetscherin sofort übersetzt. Im Anschluß an die Messe hatte er die gesamte deutsche Reisegruppe und die polnische Bevölkerung zu einem „Freundschaftstreffen“ auf den Weigelsdorfer Pfarrhof geladen, was von allen Seiten gern angenommen wurde.                        

 Die Kirche zu Weigelsdorf ist dem hl. Bartholomäus geweiht,dessen Namenstag der 24. August ist. Ein Patronatsfest in dem Sinne gab es bisher nicht, und eben ein solches hat Pfarrer Wieslaw Wojcik nunmehr ins Leben gerufen. Es fand am Sonntag, dem 22. August d.J. statt, und auch der Heimatausschuß Kirchspiel Weigelsdorf erhielt eine Einladung. Eine Busreise konnte leider nicht mehr organisiert werden, da im Juli d.J. eine Polenreise nach Danzig und Masuren stattgefunden hatte. Mit einem privaten Kleinbus unternahmen 7 Ausschußmitglieder die Reise nach Weigelsdorf, sodaß immerhin eine Abordnung der ehemals deutschen Bewohner anwesend war, über die sich Pfarrer Wieslaw Wojcik besonders freute. Es war erstaunlich, welch großen Anklang dieses erste Patronatsfest bei der Bevölkerung fand, und sicherlich zukünftig auch finden wird. Während des Hochamtes war die Kirche übervoll, und an der anschließenden Prozession nahmen hunderte von Gläubigen teil, gemeinsam mit acht Pfarrern aus den Nachbargemeinden. Vor dem Aufgang zur Kirche und auf der Schulwiese waren Buden und große Schirme mit Tischen und Bänken aufgestellt, und bei Live-Musik ging das Fest weiter bis in die Abendstunden. Das polnische Fernsehen war auch wieder mit einem Kamera-Team anwesend, und die Aufzeichnungen wurden noch am gleichen Abend vom Sender Breslau ausgestrahlt.  

Am Tag vor der Rückreise hatten die deutschen Besucher noch eine Unterredung mit Pfarrer Wojcik auf dem Pfarrhof und auf dem Kirchhof, und es ging vornehmlich um eine „ Gedenktafel für alle, denen das Kirchspiel Weigelsdorf bis 1946 Heimat war, die hier lebten und starben, oder in fremder Erde ruhen“. Diese Tafel soll an einem Kreuz an der Südseite der Kirche erstellt werden und die Kosten übernimmt die Gemeinde Wigancice. Die Einweihung wird im nächsten Jahr in Verbindung mit demPatronatsfest erfolgen. Nach diesen Gesprächen wurde Herrn Pfarrer Wojcik von unserem Leiter der Abordnung, Klaus Klimek,  die Frage gestellt, ob er bei einer Einladung zu unserem Heimattreffen und der 770-Jahr-Feier am 25.09.2004 in Glandorf, die wir hiermit überbringen, kommen wird? Ohne lange zu überlegen war seine Antwort: „Ja, gerne“!  Die Beteiligung der Ortsvorsteher an dieser Reise konnte erst später abgeklärt werden.   

Soweit die Vorgeschichte zu dem Besuch einer polnischen Delegation aus Wigancice/Weigelsdorf bei dem 10. Zentralen Heimattreffen des „Kirchspiels Weigelsdorf“ in Glandorf, im Landkreis Osnabrück.    

Das Heimattreffen nun begann um 10.00 Uhr mit einem Festgottesdienst in der kath. Pfarrkirche „St. Johannis“ in Glandorf, und Pfarrer Gerhard Stenzaly versuchte seinen polnischen Amtsbruder  in die Messfeier am Altar möglichst mit einzubeziehen. Der Erlös der abgehaltenen Kollekte war für die Renovierung der Weigelsdorfer Kirche bestimmt. Das Hochamt endete wie immer mit dem schlesischen Marienlied "Über die Berge schallt,...“. Danach anschließend folgten einige Gedenkminuten für die Gefallenen, Verstorbenen und Vermißten des Kirchspiels Weigelsdorf an der „Gedenktafel  über die Vertreibung 1946“, auf dem Glandorfer Thie. Nach einem kurzen Gebet segnete Pfarrer Wojcik die hier versammelten Teilnehmer des Treffens. Ein denkwürdiger Moment!

Im schön geschmückten Saal des Tagungslokals „Alex Herbermann“ folgte nach dem Mittagessen nun um 14.00 Uhr die Feierstunde, zu der  Vorstandssprecher Klaus Klimek an die 90 Teilnehmer begrüßen konnte. Eine erfreuliche Steigerung der Besucherzahl gegenüber dem letzten Treffen vor zwei Jahren. Nochmals begrüßte er die polnischen Gäste aus Wigancice mit einem herzlichen „Willkommen“, und erinnerte gleichzeitig daran, daß es vor noch nicht allzu langer Zeit unmöglich war, daß Gäste aus Wigancice am Heimattreffen der „Weigelsdorfer“ in Glandorf hätten teilnehmen können. Als Vertretung der Patengemeinde Glandorf waren die stellv. Bürgermeisterin Frau Irmgard Hälker, Herr Gemeindedirektor Hubert Schlotmann und Herr MdL Martin Bäumer anwesend.  In ihrem Grußwort zeigte sich die stellv. Bürgermeisterin auch hocherfreut über den Besuch der polnischen Gäste aus Wigancice/Weigelsdorf in Glandorf, und sie brachte zum Ausdruck, daß die „Weigelsdorfer“ mit ihren bisherigen 13 Busreisen in ihre alte Heimat seit 1991 und den jährlich stattfindenden Heimattreffen, auch bereits einen erheblichen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet haben.

Es folgte nun eine kurze Rede von Pfarrer Wojcik, die von der Dolmetscherin Dana Wencel aus Katowice sofort übersetzt wurde. Er bedankte sich zuerst nochmals für die Teilnahme der Abordnung des Heimatausschusses an dem ersten Patronatsfest in Wigancice, und für die Einladung zu diesem Heimattreffen hier  in Glandorf, dem sich seine Mitreisenden anschließen. Sie sind alle sehr bewegt, daß ihnen die Möglichkeit zu dieser Zusammenkunft gegeben wurde. Alle Anwesenden und ihre Angehörigen lud er recht herzlich ein, Weigelsdorf / Wigancice auch bald  zu besuchen, und er versicherte, daß er und die übrige Bevölkerung von Wigancice die Besucher mit offenen Armen und Herzen  empfangen werden, und hier pflichteten ihm die beiden Ortsvorsteher lebhaft bei. Durch die gemeinsame Mitgliedschaft in der EU mögen ja Schranken gefallen und Einschränkungen aufgehoben sein, wechselseitiges Verständnis, Vertrauen und Menschlichkeit müsse aber von unten her wachsen. Seine Worte wurden mit großem Beifall bedacht.

Ausschußsprecher Klaus Klimek hielt nun ein Referat zum Thema: „770 Jahre Weigelsdorf“, dem vornehmlich Aufzeichnungen von Pfarrer Alfons Gloger aus dem Jahre 1934 zugrunde lagen, sowie gesammelte Berichte über die Kirche und die namentlich bekannten Pfarrer von Weigelsdorf seit 1376 bis zum letzten deutschen Pfarrer und Erzpriester Alfons Gloger, der 1954 in Braunschweig verstarb.
In der nun folgenden Heimatversammlung war der wichtigste Punkt die Neuwahl des Heimatausschusses.  Wahlleiter Rolf Voigt konnte dem Heimatausschuß Entlastung erteilen, und bei der Neuwahl wurden alle Ausschußmitglieder in ihren Ämtern bestätigt, bis auf Gisela Suplitt, geb. Schubert, die als neues Mitglied in den Ausschuß gewählt wurde. Zum Abschluß des Treffen gab die achtköpfige Glandorfer „Kathastrophen-Band“ aus ihrem Repertoire wieder einige schmissige Weisen zumbesten.                            
                                                                                       
Beim Auseinandergehen war man allgemein der Meinung: „ Es war wieder ein gelungenes Heimattreffen“!  

                                                                    (M. Klemenz, Glandorf – Eigenbericht)

                                                                                                       

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11.Zentraltreffen des "Kirchspiels-Weigelsdorf" in der Patengemeinde Glandorf am 02. September 2006 - Polnischer Chor sagt Teilnahme ab.

Dieses Heimattreffen war ein "Jubiläums-Treffen" in doppelter Bedeutung. Zum einen fand nach der Gründung des Heimatausschusses "Kirchspiel Weigelsdorf" am 27.28. September 1986, also vor 20 Jahren, das erste zentrale Heimattreffen des "Kirchspiels Weigelsdorf" statt , und gleichzeitig übernahm die Gemeinde Glandorf Krs. Osnabrück  bei diesem Treffen die Patenschaft für die 1946 vertriebenen Bewohner aus dem "Kirchspiel Weigelsdorf" b. Münsterberg/Schlesien, die vornehmlich in  Glandorf und im Landkreis Osnabrück, sowie im Großraum Braunschweig/Seesen eine neue Heimat gefunden haben.

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Das Heimattreffen begann um  10.00 Uhr an der Gedenktafel  für die Vertreibung1946 auf dem Glandorfer "Thie". Nach einigen Gedenkminuten erinnerte Ausschussmitglied  K. Klimek an die Vertreibung vor 60 Jahren. Hieran anschließend fand der Festgottesdienst  in der Kath. Pfarrkirche "St. Johannes" in Glandorf mit Herrn Pfarrer Stenzaly und Pfarrer Wocjik aus Wigancice/Weigelsdorf statt, der schon zum 2. Mal zu einem Heimattreffen in Glandorf weilte.

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Bei diesem  Gottesdienst hätte bereits der Chor "Pax et Bonum" aus Tychy bei Katowice/Polen mitwirken sollen. Dieser 30-köpfige, gemischte Chor hatte bei der Einweihung der Totoen-Gedenktafel in Wigancice im August 2005 mitgewirkt, wo man ihn kennen lernte. Von den Glandorfer Gesangvereinen erging dann eine Einladung an diesen Chor zu einem gemeinsamen Chorkonzert in der Glandorfer Kirche und einer Darbietung  bei der Feierstunde am 02. September 2006. Diese Einladung wurde von dem polnischen Chor gern angenommen und der Termin auch bestätigt, und zur Auslastung des Busses würden sich 20 Bewohner von Wigancice  an der Reise beteiligen. Alle Vorbereitungen und Planungen in organisatorischer und finanzieller Hinsicht waren erfolgreich abgeschlossen, da erhielten die deutschen Organisatoren mit Datum vom 20.08.2006 ein Schreiben des Vorstandes des Chores "Pax et Bonum" mit dem Inhalt, dass der Bersuch zu dem geplanten gemeinsamen Chorkonzert  und den Feierlichkeiten in Glandorf  abgesagt werden müsste. Der Grund für die Absage lautete sinngemäß: " Wir bedauern sehr, die in der Presse verbreiteten Aussagen über die Ausstellung in  Berlin. (gemeint ist die Ausstellung "Flucht und Vertreibung in Europa des 20. Jahrhunderts" in Berlin.) Aus diesem Grund sind wir gezwungen, die geplanten Feierlichkeiten in Glandorf abzusagen. Um nach den kritischen Aussagen unserer Regierung über Frau E. Steinbach politische Verwicklungen zu vermeiden, können wir zu keinem anderen Schluss kommen, als das Treffen abzusagen." Aufgrund dieser Nachricht waren die deutschen Partner natürlich schockiert.  Die politischen Spannungen wegen dieser Ausstellung zogen also so große Kreise, dass sie schließlich auch Glandorf erreichten, und ein gemeinsames, deutsch - polnisches Chorkonzert verhinderten.   

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Erfreulich war die Tatsache, dass sich Pfarrer Wojcik und die 20 polnischen Bekannten aus Wigancice von der politischen Situation nicht beeinflussen ließen. In eigener Initiative charterten sie einen Bus und kamen doch noch nach Glandorf. Sie wurden alle als Gäste in Privatquartieren untergebracht. Ihr Besuchsprogramm enthielt u.a. die Besichtigung der Stadt Osnabrück mit Rathaus, Altstadt und Dom, ein gemeinsamer Grillabend mit Glandorfer Bürgern, sowie natürlich die Teilnahme an der Feierstunde am 02. September 2006.

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Die Feierstunde begann um 14.00 Uhr im schön geschmückten Saal des Hotels "Alex Herbermann" , Glandorf, wo der Ausschusssprecher K. Klimek ca. 80 Besucher begrüßen konnte. Als Ehrengäste waren anwesend: Der Bürgermeister von Glandorf, Herr Herbert Borgmeyer, Herr Pastor Gerhard Stenzaly, Herr MdL Martin Bäumer, Frau Irmgard Hälker, stellv. Bürgermeisterin, Herr Jerzy Kaczmarek, polnischer Vizekonsul in Hamburg, Herr Pfarrer Wieslaw Wojcik und Schwester Borgia  sowie weitere 19 Besucher aus Wigancice und Frau Prof. Dana Wencel, aus Tychy/Polen.
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In seinem Grußwort brachte Pfarrer Stenzaly zum Ausdruck, dass Friede und Versöhnung , auch bei politisch verschiedenen  Meinungen, immer Vorrang haben müssen. Der Bürgermeister Herbert Borgmeyer äußerte in seinem Beitrg auch seine Bestürzung über die Absage des Chors aus Tychy: Zitat: "Ich kann und will nicht glauben, dass erwachsene Menschen in einem EU-Land Angst davor haben müssen, zu einem europäischen Nachbarn zu fahren, um ein Konzert zu geben." Der polnische Vizekonsul Jerzy Kaczmarek bedauerte persönlich auch die Absage der Chorleitung. Er versuchte die Gründe aber näher zu erklären und bat um Verständnis für diese Entscheidung, mit welchem Erfolg, das sei dahingestellt.
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In dem  nun folgenden Referat ging  Herr Klimek auf die Vertreibung vor 60 Jahren und auf die danach besonders schwierigen, ersten Jahre ein, in denen jeder mit sich selbst zu tun hatte, und Gemeinsamkeiten wie Heimattreffen o.ä. noch kein Thema waren; bis auf Wallfahrten nach Rulle, Telgte oder Werl. Aber das Leben ging weiter und nach dem die Väter, Söhne und Brüder, die den Krieg überstanden hatten, auch wieder bei Ihren Familien waren, entschlossen sich die ersten bald zum Bau eines Eigenheimes, denn die Hoffnung auf eine Rückkehr nach Weigelsdorf hatte man inzwischen aufgegeben. Es ist erstaunlich wie schnell sich ein gutes Zusammenleben mit den Vertriebenen - trotz anfänglichen Schwierigkeiten - entwickelte.Es wurde bald "durcheinander geheiratet" und bei der folgenden Generation war die Vertreibung schon Geschichte. Im Laufe der letzten Jahre, vor allem nach der "Wende" 1989 waren schon viele der Vertriebenen wieder in ihrer alten Heimat Weigelsdorf - aber als Touristen, und inzwischen hat sich mit den heute dort lebenden , polnischen Bewohnern ein sehr gutes, und freundschaftliches Verhältnis entwickelt, was der Besuch der polnischen Reisegruppe aus Wigancice bekräftigte.
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Nun wurde der 20 Jahre bestehenden Patenschaft mit der Gemeinde Glandorf gedacht. Besonders auf die Initiative des damaligen Ausschußsprechers Rudolf Pelz hin, erklärte sich der Rat der Gemeinde Glandorf 1986 bereit, eine Patenschaft zu übernehmen. Es ist aber keine Pastenschaft wie man sie allgemein zwischen einzelnen Städten kennt. In der Patenschaftsurkunde heißt es: "Die Gemeinde Glandorf übernimmt die Patenschaft für die 1946 Vertriebenen und deren Nachkommen aus dem Kirchspiel Weigelsdorf b. Münsterberg, Krs. Frankenstein / Schlesien. Bei dem 1. Zentralen Heimattreffen am 27./28. September 1986 wurde diese Patenschaft realisiert und durch einePatenschaftsurkunde besiegelt. Seit 1986 findet alle zwei Jahre ein Zentrales Heimattreffen des Kirchspiel Weigelsdorf in Glandorf statt. Diese Heimattreffen, die Anfangs von der Patengemeinde auch finanziell unterstützt wurden , förderten bis heute den Zusammenhalt der noch lebenden "Zeitzeugen", denn bei dem ersten Treffen 1986 haben bestimmt die wenigsten Teilnehmer damit gerechnet, dass im Jahre 2006 auch noch ein "Zentrales Heimattreffen" in Glandorf stattfinden wird. Der  Heimatausschuß "Kirchspiel Weigelsdorf" hatte 2002 eine gegossene Gedenktafel zum Gedenken an die Vertreibung 1946 erstellen lassen, und die Patengemeinde Glandorf hatte keine Einwende, dass diese Gedenktafel an dem Findling auf dem neugestalteten "Thie", dem Mittelpunkt von Glandorf, ihren Platz bekam. Dies ist nur ein Beispiel für das gute Verhältnis zur Patengemeinde , dass hoffentlich auch die nächsten zwanzig Jahre überdauert.  
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Zu Beginn der jetzt folgenden Heimatversammlung  stand das Totengedenken an die Verstorbenen der letzten beiden Jahre. Danach folgte der Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des Heimatausschusses; der Kassenbericht lag zur allgemeinen Einsichtnahme aus.Der Versammlungsleiter R. Voigt beantragte Entlastung des Heimatausschusses, die ohne Gegenstimme erteilt wurde.Bei der Neuwahl des Heimatausschusses wurden alle bisherigen Ausschussmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Zum Abschluß des Treffen gab die Glandorfer "Kathastrophen-Band" aus ihrem Repertoire wieder einige schmissige Weisen zum besten. Fazit für die meisten Besucher: Es war wieder ein schönes und interessantes Heimattreffen!
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Die Glandorfer Chöre haben sich von der Absage des polnischen Chors "Pax et  Bonum" auch nicht beeinflussen lassen und das Chorkonzert fand am Abend in der Glandorfer Kirche wie vorgesehen statt, und wurde von den Zahlreichen Besuchern mit großem Beifall belohnt. Sogar die polnischen Gäste aus Wigancice  sangen spontan drei polnische Lieder; zur Freude der Zuhörer. Nach einigen frohen Stunden in gemeinsamer Runde in der "Bäckerbörse" musste Abschieid genommen weren, denn die polnischen Besucher reisten am anderen Tag - mit kurzer Unterbrechung in Braunschweig - wieder in ihre jetzige, und unsere ehemalige, Heimat Wigancice / Weigelsdorf b. Münsterberg / Schlesien.

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.  25.11.                                                          ( M. Klemenz, Glandorf )
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