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07.01.2010
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Ein
Künstler aus dem „Kirchspiel
Weigelsdorf“
Geboren am 21.
August 1932 in Oberkunzendorf bei
Münsterberg, Krs. Frankenstein,
Schlesien
Er kam als Vertriebener am
27. April 1946 nach Glandorf/Westendorf, wo er bis 1955, und
anschließend in Osnabrück, lebte.
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1948
: Dreijährige Lehre bei
einem
Dekorations- und
Kirchenmaler.
1952
: Besuch der Meisterschule
des
Deutschen
Malerhandwerks
in Osnabrück.
1953
: Zweijährige
Ausbildung als
Gebrauchswerber.
Seit
1956
: Chefgrafiker, verantwortlich
für
Kreation und Technik in einem
Werbeatelier in
Osnabrück.
Seit
1978 :
Mitglied im
Bund Bildender Künstler.
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Gemeinschaftsausstellung
(BBK)
in der Dominikaner-Kirche
und
im Akziese-Haus in
Osnabrück,
im
Stadtmuseum in Oldenburg
und in Derby ( England
).
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Vernissage im Stadtmuseum und in der
Alten
Fuhrhalterei in Osnabrück,
Wien und Steinheim bei
Stuttgart.
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Seit 1985 :
Mitglied der
Igda-Interessengemeinschaft
deutschsprachiger Autoren.
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Wolfgang Weiß war 1985 an den ersten
Gesprächen im Zusammenhang mit einem Zentralen Heimattreffen
der Vertriebenen aus dem Kirchspiel Weigelsdorf in Glandorf, und der
Gründung eines „Heimatausschusses“ maßgeblich beteiligt. 1986
entwarf und erstellte er ein Wappen ( s. Startseite) für das
„Kirchspiel Weigelsdorf“, welches er gezielt dem
inzwischen gegründeten Heimatausschuß „Kirchspiel
Weigelsdorf“ zur Verfügung stellte. Bei dem ersten,
Zentralen Heimattreffen am 27./28. September 1986 in Glandorf wurde
dieses Wappen erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. (
s.S."Das.Wappen" )
Im Jahre 1990 entwarf Wolfgang Weiß für
den Heimatausschuß
„Kirchspiel - Weigelsdorf“eine
Glückwunschkarte zur Verwendung bei div. freudigen
Anlässen, wie runde
Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen u.a..Auf den äußeren Seiten dieser
Karte ist ein Blumenkranz, sowie sein Gedicht „Mutterla
Schlesien“ aufgeführt. Die inneren Seiten zeigen in
Verkleinerung das Messtischblatt des Kirchspiels Weigelsdorf, das
Wappen des Kirchspiels, sowie seine wohl bekanntesten Zeichnungen
„Pfarrkirche Weigelsdorf“
und „Schloß Oberkunzendorf“. Vom Heimatausschuß wird diese
Glückwunschkarte bis heute noch, bei entsprechenden Anlässen, an
die Heimatfreunde des „Kirchspiels Weigelsdorf“
versand.
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Zwischen den
Zeiten.
Ja, ich
erinnere mich
an meine erste Kindheit
–
an Elternhaus, Mutters
Hände
und Vaters
Arm –
an Geborgenheit,
Liebe,
Glaube,
Heimat.
***
Ja, ich erinnere
mich
an meine Kindheit
–
an Krieg, Angst,
Grausamkeit,
Rechtlosigkeit,
Hunger,
Krankheit,
Tod,
Flucht und
Vertreibung.
***
Ja, ich erinnere
mich-
keine Angst mehr, wieder
satt,
wieder
Geborgenheit,
wieder Ordnung, wieder
neue
Freunde,
wieder
Hoffnung und Glaube
an
Morgen
***
Ja, ich erinnere
mich –
an Arbeit, an
Aufbau,
an
Glücklichsein
und große
Zukunftspläne.
***
Ja, ich hoffe immer
noch
auf die Zukunft
–
aber Tag für
Tag
bröckelt etwas davon ab
–
am Tage die hellen Erinnerungen
–
in der
Nacht
die Angst
und Not der Vergangenheit.
***
Leben zwischen den Zeiten
–
vor oder hinter ihnen
?
Weiter werde ich versuchen, zu
hoffen.
W. Weiß
1986
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*
Mutterla
Schlesien
ei Denn Orma
is`s
asu woarm asu
weech
Mutterla
Schlesien
iich viel mich miech asu
wuhl.
Im Summer
viel Sunne
und im Winter viel
Schnii,
weiße Felder, griene
Wiesa,
gruße Berge, kleene
Bergla,
dunkle Wälder, sunnige
Lichta,
bunte
Bluma,
kleene Häusla, gruße
Höfe,
kleene Stadtla, gruße
Städte,
kleene Teiche, gruße
Seen,
kleene Grabla, gruße
Flisse,
orme Menscha und reiche
Menscha,
is fahlte
nischt.
Mutterla
Schlesien
ma hoot miech
vertrieba
doas tut asu
wieh.
W. Weiß 1989
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Am 18. April 2004 verstarb
Wolfgang Weiß nach längerer, schwerer Krankheit in Osnabrück. Die
Heimatfreunde aus dem „Kirchspiel Weigelsdorf“ danken ihm vielmals
für seine heimatbezogenen Arbeiten und werden ihm
ein besonderes Andenken bewahren.
(Bericht:
M. Klemenz, Glandorf, mit Genehmigung von
Frau Christa Weiß, Osnabrück.)
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